Weltfrauentag überflüssig machen: Jeder Tag sollte Frauentag sein

Weltfrauentag überflüssig machen: Jeder Tag sollte Frauentag sein

Anlässlich des internationalen Weltfrauentags am 8. März machen die Jusos Baden-Württemberg darauf aufmerksam, dass auch heute noch keine vollkommene gesellschaftliche und berufliche Gleichstellung von Männern und Frauen erreicht ist. Leon Hahn, Landesvorsitzender der Jusos Baden-Württemberg erklärt dazu: „Seit die SPD 1918 das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt hat, haben wir viel erreicht, aber es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Gerade in Baden-Württemberg driften die Einkommen von Frauen und Männern noch sehr stark auseinander. Im Schnitt verdienen Frauen immer noch 21% weniger als Männer. So krasse Unterschiede passen nicht mehr ins 21. Jahrhundert, daran muss endlich etwas geändert werden“.

Doch nicht nur in Bezug auf die Lohnunterschiede besteht gleichstellungspolitisch noch viel zu tun. Dazu erklärte stellvertretende Landesvorsitzende Dorothea Schiewer: „Im Moment sitzt ein Sexist im Weißen Haus und die AfD schreibt sich auf die Fahnen die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte zurückzurollen. Es gilt nicht nur weiter vorwärts zu kommen, sondern auch bereits erreichtes zu verteidigen. In beiden Fällen werden die Jusos Baden-Württemberg weiter für die Gleichstellung der Geschlechter kämpfen“.

Dazu ergänzte Hahn: „Der Kampf gegen Ungleichbehandlung ist keine rein politische Frage. Die Politik kann Rahmenbedingungen setzen um gesellschaftlichen Wandel anzuregen. Ihn auch umzusetzen, liegt letztlich an uns allen. Gleichstellung gelingt nur, wenn wir sie alle gemeinsam anpacken und wollen“.

Der Weltfrauentag ist nach Ansicht der Jusos auch Anlass dafür, auf das Problem der Gewalt gegen Frauen hinzuweisen. Diese gehört noch immer zum Alltag vieler betroffenen. „Täglich werden Frauen mit sexistischen Sprüchen und Übergriffen konfrontiert, während häusliche Gewalt und Vergewaltigungen viel zu oft im Dunkeln bleiben. Sich dagegen zu stellen ist unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Leon Hahn. „Wir müssen stärker auf Prävention setzen und dafür sorgen, dass Hilfsangebote bekannter werden. Betroffene Frauen können etwa die Hilfe von Beratungsstellen in Anspruch nehmen. (Erreichbar ist das Hilfetelefon in über 15 Sprachen unter 08000 116 016 oder unter www.hilfetelefon.de).

Gerade die nahende Bundestagswahl werde die Gleichstellungspolitik ein wichtiges Thema bleiben: „Martin Schulz hat sich das Thema Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben und wir unterstützen ihn darin voll und ganz. Gerechtigkeit ist aber ohne Gleichstellung nicht denkbar. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die SPD im Bundestagswahlkampf eine starke gleichstellungspolitische Position einnimmt“, ergänzt Dorothea Schiewer abschließend.

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