Jusos fordern finanzielle Beteiligung des Landes am landesweiten Semesterticket

Jusos fordern finanzielle Beteiligung des Landes am landesweiten Semesterticket

Die Jusos Baden-Württemberg sowie die Juso-Hochschulgruppen Baden-Württemberg begrüßen die Pläne für die Einführung eines landesweites Semestertickets, sehen diese aber durch hohe Preise gefährdet und fordern Zuschüsse vom Land.

Nach langjährigen Verhandlungen haben sich Verkehrsverbünde, Verkehrsministerium, die Bahn und die Landesastenkonferenz auf ein Modell für die Einführung eines landesweiten Semestertickets geeinigt.

Die nun geplante Variante sieht drei Komponenten vor. Die erste Stufe, die allem Studierenden durch einen verpflichtenden Solidarbeitrag zur Verfügung steht, ermöglicht es am Abend und am Wochenende in ganz Baden-Württemberg fahren zu können. Optional können eine zweite Stufe, die eine Nutzung ohne Zeiteinschränkung für den regionalen Verkehrsverbund ermöglicht und eine dritte Stufe für eine zeitlich unbegrenzte landesweite Nutzung, gekauft werden.

Leon Hahn, Landesvorsitzender der Jusos Baden-Württemberg erklärt dazu: „Wir sind froh, dass es endlich zu einer Einigung gekommen ist. Ein attraktives landesweites Ticket für Studierende und Auszubildende stärkt die Attraktivität des Standortes Baden-Württemberg und könnte einen Ausgleich zu den hohen Lebenshaltungskosten bieten und den öffentlichen Nahverkehr im Land stärken“. Die Jusos hätten lange für eine entsprechende Einführung gekämpft. „Die Einigung ist im Kern ein erster Erfolg, die aktuell im Raum stehenden Preise gefährden allerdings die Zustimmung der Studierendenschaft. Hier muss noch nachgebessert werden“, so Hahn.

Im Herbst sind Urabstimmungen an den Hochschulen und Universitäten geplant, welche insbesondere von Teilen der Landesregierung gefordert werden. Zudem verlangen die Verkehrsverbünde eine Zustimmung von zwei Drittel der Studierenden. Melanie Alsmeyer von der Landeskoordination der Juso-Hochschulgruppen meint deshalb: „Sollte dem Ministerium wirklich an einer Zustimmung zum landesweiten Semesterticket gelegen sein, ist eine finanzielle Beteiligung von Seiten des Landes unumgänglich. Deshalb stehen wir hinter dem Vorstoß der SPD-Landtagsfraktion mindestens 20€ pro Semesterticket zuzuschießen. Zudem müsste die Landesregierung Verbände und Bahn nochmals zu einem Entgegenkommen auffordern“.
Besonders wichtig ist den Jusos, dass das landesweite Ticket nicht nur Studierenden, sondern auch Auszubildenden zur Verfügung gestellt wird. „Wir müssen die Ausbildung stärken und die Attraktivität erhöhen. Diejenigen, die sich für eine Ausbildung entscheiden, dürfen nicht schlechter gestellt werden, als diejenigen, die Studieren“, so Hahn abschließend.

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