Bilanz nach einem Jahr Studiengebühren: Unsozial und schädlich fürs Land

Bilanz nach einem Jahr Studiengebühren: Unsozial und schädlich fürs Land

 

Mit ihrer Kampagne „Still not loving Studiengebühren“ kritisieren die Juso-Hochschulgruppen Baden-Württemberg die bisherige Bilanz der vor genau einem Jahr wieder eingeführten Studiengebühren an Hochschulen und Universitäten in Baden-Württemberg.

“Neben der Diskriminierung aufgrund von Nationalitäten, schaden die Studiengebühren den Hochschulen im Land sogar, statt dass diese wenigstens finanziell davon profitieren. Es bestehen berechtigte Zweifel, ob die Einnahmen den Verwaltungsaufwand am Ende überhaupt übertreffen, da quasi die gesamten Gebühren nicht an die Universitäten gehen, sondern von diesen zwar eingetrieben aber zu 80% an das Land abgeführt werden müssen” kritisiert Maren Rohleder, Landeskoordinatorin der Juso Hochschulgruppen. Seit Einführung hat sich außerdem gezeigt, dass knapp ein Fünftel weniger Studierende aus dem sogenannten Nicht-EU-Ausland in Baden-Württemberg eingeschrieben sind.

“Das ist ein großer Verlust für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und die Internationalisierung der Unis und Hochschulen. Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen.” fügt Tim Strobel, ebenfalls Landeskoordinator der Juso-Hochschulgruppen. “Das Regierungshandeln von Grünen und CDU verspielt zudem die Chancen von Menschen, die sich aus den verschiedensten Gründen durch ein Zweitstudium weiterbilden möchten.” Dieses Vorgehen ist gerade in Zeiten, in denen Politikerinnen und Politiker von mehr Qualifizierung sprechen, äußerst fragwürdig.

Auch der Landesvorsitzende der Jusos Baden-Württemberg, Leon Hahn, äußert deutliche Kritik: “die Einführung der Studiengebühren war ein schwerer Fehler. Das bewusst als politisches Symbol inszenierte Lieblingsprojekt der Grünen erweist sich als schwere Hypothek für unseren Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort im Land. Die Landesregierung sollte offen zu diesem Fehler stehen und Konsequenzen ziehen. Alles spricht dafür, die Uni-Maut der grünen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer schnellstmöglich wieder abzuschaffen“. Hahn zeigt sich entsetzt, dass die Studiengebühren der finanziellen Ausstattung der Universitäten sogar schaden können. „Als SPD haben wir die Studiengebühren 2011 schon einmal abgeschafft. Wir sind fest entschlossen, dies bei der nächsten Gelegenheit wieder zu tun”, so Hahn abschließend.

Zum Jubiläum starten die Juso-Hochschulgruppen einen Online-Flashmob: Du kannst mit nur wenig Aufwand daran teilnehmen. Und so geht’s:

1) Vorlage ausdrucken und beschriften (https://bit.ly/2HJVZi2),
2) Selfie / Foto machen,
3) Auf Facebook & Instagram mit dem Hashtag #stillnotlovingStudiengebühren posten!

Den Aktionsrahmen für dein Facebook-Profilbild findest du hier: https://bit.ly/2HIrsRA

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