Jusos sehen in Baden-Württemberg Nachholbedarf bei der Hochschulfinanzierung

Jusos sehen in Baden-Württemberg Nachholbedarf bei der Hochschulfinanzierung

Die Juso-Hochschulgruppen Baden-Württemberg und die Jusos Baden-Württemberg sehen noch viel Handlungsbedarf bei der Ausgestaltung der Hochschulfinanzierung nach 2020. Insbesondere bei der Ausstattung der Hochschulen mit ausreichend Personal, der Digitalisierung der Lehre und dem Abbau des Sanierungsstaus im Hochschulbau müssen jetzt Verbesserungen erzielt werden.

„Vielen kleinen Hochschulen, vor allem im ländlichen Raum, fehlt finanzieller Handlungsspielraum. Sie sind am Rande des Leistbaren angekommen und haben gar keine Möglichkeit auf Herausforderungen wie die steigenden Studierendenzahlen reagieren zu können“, so Niklas Anner, Landeskoordinator der Juso-Hochschulgruppen Baden-Württemberg. „Vor allem die Hochschulen für angewandte Wissenschaften brauchen dringend mehr Geld. Wir befürworten eine stetige Erhöhung der Grundfinanzierung um drei Prozent jährlich, wie sie von den Hochschulen gefordert wird. Damit trägt man den stetig steigenden Kosten Rechnung.“

Für Tim Strobel, den stellvertretenden Landesvorsitzenden der Jusos Baden-Württemberg, muss vor allem sichergestellt werden, dass Transparenz und Planungssicherheit für die Hochschulen hergestellt werden. „Es kann nicht sein, dass das extra hierfür bereitgestellte Geld nicht bei den jeweiligen Hochschulen ankommt. Die beim Wissenschaftsministerium beliebte Methode, Mittel vom Bund abzurufen und über wettbewerbliche Ausschreibungen an wenige, ausgewählte Hochschulen weiterzugeben, schadet massiv in der Breite der Bildungslandschaft und schafft Unsicherheit für alle“, so Strobel weiter.

Die baden-württembergischen Jusos reagieren mit ihrer Positionierung auf eine Stellungnahme der Landesstudierendenvertretung zur Neuausrichtung der Hochschulfinanzierung und der in dieser Woche veröffentlichen Forderungen der Hochschulen im Land. „Es ist unterstützenswert, dass die Landesstudierendenvertretung in Baden-Württemberg aktiv Verbesserungen in der Hochschulfinanzierung fordert. Die Landesregierung muss jetzt endlich Verantwortung übernehmen und diese Punkte aufgreifen“, so Niklas Anner.

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