Damit es zum Leben reicht – Kurzarbeitergeld vom ersten Tag an erhöhen!

Damit es zum Leben reicht – Kurzarbeitergeld vom ersten Tag an erhöhen!

Die Jusos Baden-Württemberg kritisieren die Blockadehaltung von CDU/CSU hinsichtlich Kurzarbeitergeld.

„Diejenigen, die sonst immer nach außen posaunen, sie würden die Mitte der Gesellschaft vertreten, lassen diese in der aktuellen Krisensituation im Stich“, erklärt Lara Herter, stellvertretende Juso-Landesvorsitzende, als Reaktion auf die nächtliche Einigung zum Kurzarbeitergeld in der Großen Koalition. „Nachdem sich CDU und CSU erst komplett gegen eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes gestellt haben, konnte die SPD immerhin Druck aufbauen und einen Kompromiss aushandeln. Für Millionen von Menschen heißt das aber, dass sie über ein viertel Jahr hinaus deutlich weniger im Geldbeutel haben, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Jene mit geringem Einkommen, wie beispielsweise Gastronomiemitarbeiter*innen und Friseur*innen, trifft das besonders hart. Wir fordern deshalb das Kurzarbeitergeld vom ersten Tag an auf 80 Prozent und für Arbeitnehmer*innen mit Kindern auf 87 Prozent zu erhöhen. Zudem braucht es ein Mindestkurzarbeitergeld in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns pro entfallene Arbeitsstunde für Geringverdienende.“

Die SPD-Jugendorganisation fordert in ihren arbeitsmarktpolitischen Positionen aber auch die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen. „Derzeit sind über 40 Prozent der unter 35-jährigen befristet. Gerade in Krisenzeiten nimmt das jungen Menschen Perspektive und Planungssicherheit. Am Ende schaden wir damit unserer Demokratie und auch unseren Sozialversicherungen“, so Tim Strobel, ebenfalls stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos.
„Um die Zukunftsfähigkeit unseres Arbeitsmarktes zu garantieren, brauchen junge Menschen Sicherheit. Das gilt insbesondere für Auszubildende. Diese gilt es abzusichern“, sagt Herter. Die Jusos wollen deshalb, dass der Kündigungsschutz für Azubis bestehen bleibt. Zudem solle die Bundesregierung die Verbundsausbildung vereinfachen und finanziell unterstützen. Ausbildungsverhältnisse sollen bei Prüfungsausfällen verlängert werden. Auch die erst kürzlich verabschiedete Mindestausbildungsvergütung müsse Bestand haben.

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