Bündnis aus Grüner Jugend, Jusos und Jungen Freien Wählern formuliert bildungspolitische Forderungen an das baden-württembergische Kultusministerium

Bündnis aus Grüner Jugend, Jusos und Jungen Freien Wählern formuliert bildungspolitische Forderungen an das baden-württembergische Kultusministerium

Die Corona-Krise hat die bestehenden Probleme des baden-württembergischen Bildungssystems überdeutlich zutage treten lassen und sie noch weiter verschärft. Deshalb haben sich Grüne Jugend Baden-Württemberg (GJBW), Jusos Baden-Württemberg und Junge Freie Wähler Baden-Württemberg zu einem Bündnis zusammengeschlossen und bildungspolitische Forderungen an das baden-württembergische Kultusministerium formuliert. „Ob Breitbandausbau oder digitale Endgeräte: Alle Schülerinnen müssen gleichberechtigten Zugang zu digitaler Infrastruktur haben. Hier ist das Land in der Pflicht, seine bisherigen Versäumnisse dringend aufzuholen“, fordern die drei Jugendorganisationen. Pavlos Wacker, Landesvorsitzender der Jusos BW, ergänzt: „Wir dürfen soziale Ungleichheit und fehlende Chancengerechtigkeit im Bildungssystem nicht einfach hinnehmen. Jedes Kind in Baden-Württemberg muss die gleichen Chancen haben.“ „Unser Bildungssystem stammt aus dem letzten Jahrhundert“, so Lea Elsemüller und Deniz Gedik, Sprecherinnen der GJBW. „Ein modernes Bildungssystem muss den Schülerinnen Mitspracherecht im schulischen Alltag zugestehen, das Benotungsprinzip neu denken und Lehrkräfte als Partnerinnen verstehen.“ „Die digitale Bildung muss nun endlich etabliert werden, denn sie bietet Chancen, welche man nutzen sollte. Hierfür ist es notwendig, die Lehrkräfte intensiv in den vielfältigen Methoden zu schulen, statt einfach den gewohnten Präsenzunterricht ohne notwendige Anpassung online weiterzuführen“, erklärt Joshua Wittmann von den Jungen Freien Wählern.

Die 12 Kernforderungen des Bildungsbündnisses:

Digitale Infrastruktur

1) Schulen und Bibliotheken als Lernräume stärken.

2) Breitbandausbau massiv vorantreiben und Herausgabe von SIM-Karten zur Anbindung an das mobile Internet prüfen.

Digitale Endgeräte

3) Anschaffung digitaler Leihgeräte vollumfänglich finanziell unterstützen. 4) Ausstattung mit digitalen Leihgeräten nach landesweitem Standard vereinheitlichen.

Chancengerechtigkeit

5) Sozio-ökonomische Kriterien bei der Vergabe von Geldern berücksichtigen.

6) Gemeinschaftsschulen in einem Zwei-Säulen-Modell ausbauen.

Chancen der digitalen Bildung nutzen

7) Fortbildungsoffensive im Bereich Medienpädagogik starten.

8) Lernen in Kleingruppen und individuelle Begleitung durch die Lehrenden als Standard etablieren.

Moderne Pädagogik

9) Individuelle Lernfreiheit der Schülerinnen fördern.

10) Entwicklungsberichte einführen und Benotung neu denken.

Demokratiebildung

11) Schülerinnen an Entscheidungen beteiligen.

12) Obligatorisches Schüler*innenfeedback einführen.

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