Jusos Baden-Württemberg kritisieren JU-Forderung nach Aussetzung der Rentenerhöhung

Jusos Baden-Württemberg kritisieren JU-Forderung nach Aussetzung der Rentenerhöhung

Die baden-württembergischen Jusos kritisieren die Forderung des Bundesvorsitzenden der Jungen Union Tilman Kuban nach einer Aussetzung der Rentenerhöhung im kommenden Jahr. Durch hohe Lebenshaltungskosten seien vor allem ehemalige Beschäftigte im Niedriglohnsektor auf die Rentenerhöhung angewiesen. Viele hätten, laut Meinung der Südwest-Jusos, schon jetzt ohnehin viel zu wenig Geld zur Verfügung.

„Die Junge Union lenkt mal wieder vom eigentlichen Problem bei der Zukunft der Rente ab“, so Lara Herter, Landesvorsitzende der Jusos Baden-Württemberg. „Statt über einen systemischen Wandel bei der gesetzlichen Rente zu diskutieren, versucht Tilman Kuban einen künstlichen Generationenkonflikt zu inszenieren, der vor allem Rentner:innen mit niedrigen Renten schaden soll“, so Herter. „Das ist besonders zynisch, wenn man bedenkt, dass diese Rentner:innen früher oftmals in eben jenen systemrelevanten Berufen tätig waren, die wir in der Corona-Krise beklatscht haben.“

Niklas Anner, stellvertretender Landesvorsitzender der Südwest-Jusos, sieht auf Basis der in den letzten Jahren gestiegenen Lebenshaltungskosten keinen Spielraum für Einsparungen bei der Rente. „Tilman Kuban sollte sich beispielsweise mal die Mietpreise in den Städten ansehen, bevor er über Einsparung bei der Rente philosophiert. Viele Rentner:innen haben schon jetzt viel zu wenig. Dass die Junge Union den Rotstift in der Corona-Pandemie zuerst bei den Rentner:innen ansetzen möchte, zeigt, wie wenig die JU auf soziale Gerechtigkeit gibt“, so Anner.

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