EYE 2023 – Ein Wochenende voller Begegnungen

Veröffentlicht von KONTRA Redaktion am

Ein Gastbeitrag von Ellen Joos (KV Breisgau-Hochschwarzwald).

Das European Youth Event 2023 startete dieses Jahr mit 400 Redner/innen, Moderator/innen und Workshopvermittelnden in ein Wochenende voller spannender Debatten, rund um den Austausch junger Europäer/innen und der anstehenden Europawahlen 2024.

Die Delegation der Jusos Baden-Württemberg beim EYE


Gehen wir also chronologisch und geordnet vor, da es viel zu erzählen gibt:
In einem umfangreichen und vielseitigen Programm konnten wir uns vorab online unser individuelles Workshopprogramm zusammenstellen, je nachdem, was uns besonders bewegt. Viele der heißbegehrten Aktivitäten, welche einer Buchung bedurften, waren bereits Monate vorher vollständig ausgebucht. Deshalb eine Notiz für das nächste Jahr: Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Meine Anreise zum Event verlief reibungslos. Der Anreiseweg von knapp dreieinhalb Stunden war für mich bereits etwas erschöpfend, wobei viele der EYE-Besucher im Schlafwagen nach Straßburg angereist sind und somit einen weitaus längeren und kräftezehrenderen Weg auf sich genommen haben. Nach meiner Ankunft in Straßburg und einem kurzen Abstecher in unserer Unterkunft, wurde unsere Gruppe am Einlass mit einem großen Problem
konfrontiert:
Abgesehen von der sehnenden Hitze ging der Einlass bloß schleppend voran, da die große
Menschenmenge, welche in das Parlament drängte, durch zwei kleine Container geschleust
wurde. Viele Teilnehmenden verpassten dadurch ihre Aktivitäten und konnten leider bis zum
nächsten Tag das Parlament und die Workshops nicht besichtigen.
Glücklicherweise war das Problem am Folgetag behoben und das Event war in vollem Gange:
Vorträge von den MdEPs zu den Europawahlen sowie Meet and Greets, Brainstorms zur
Bekämpfung des Klimawandels bis hin zu Workshops für Future Leaders of tomorrow – Für
jede/n war etwas dabei.


Zu den von mir gebuchten Aktivitäten zählten unter anderem die Workshops „Active
citizenship and global education: Missing pieces in school curricula?“und „How to achieve
green education?“, welche in unterschiedlichen Bereichen und Etagen des Parlaments
stadanden. Um diese zu erreichen, bekamen wir Teilnehmenden eine Map, in welcher die
Orte farblich gekennzeichnet waren. Meine beiden Workshops waren hierbei ähnlich
aufgebaut: Ein gemeinsames Brainstorming zu den Punkten, welche Probleme momentan in
unseren Bildungssystemen vorherrschen, bzw. was man unter „Aktiv citizenship und global
education versteht, um anschließend mit Teilnehmenden anderer Ländern in den Austausch
zu kommen und letztlich die neu gewonnenen Erkenntnisse zusammenzutragen. Einen Fokus
auf Gruppenarbeit hatte besonders das Event „How to achieve green education?“, wobei wir
mögliche Ideen und Pläne für ein generell umfangreicheres Wissen über unsere Umwelt und
unseren Einfluss auf sie erarbeitet habe.
Die Chancen, welche das EYE seinen Teilnehmenden bietet, habe ich vor allem durch das EYE
Village gegenüber des Parlaments erfahren: Es wimmelte von Angeboten des Parlaments und
NGOs für die Förderungen europaorientierter, eloquenter junger Menschen, welche sich
nach einem Studienpartner, einem FSJ oder aber einer Ausbildung umschauten.
In diesen abenteuerlichen zwei Tagen bot sich mir nicht nur die Möglichkeit, mehr über die
EU und ihre Organe und europäische Organisationen zu lernen, sondern auch in den
Austausch mit anderen jungen und politisch-engagierten Europäer/innen und neu
gewonnenen Freund/innen zu kommen. Denn der Austausch von so vielseitigen und
aufschlussreichen Perspektiven ist das, was uns als Europa weiterbringt.